1. Zyklische Bearbeitung von Adressen
Es gibt Aufgabenstellungen, wo es nötig oder wünschenswert ist, erledigte Adressen nach
einem gewissen Zeitraum im gleichen Projekt wieder anzurufen.
Ein typisches Beispiel stellt z.B. der Annoncenverkauf dar, wo Annoncenkunden einer Zeitschrift
regelmäßig kontaktiert werden müssen. WINcontact-seitig war diese Anforderung nur über Umwege
(Wiedervorlagen, gestaffelte Projekte, etc.) mit hohem administrativen Aufwand möglich, da eine Adresse
im Erfolgsfall (Annoncenverkauf) in unserer Software normalerweise in einem Projekt als "Erledigt" galt.
Diese Einschränkung gilt nun nicht mehr.
Erledigte Adressen lassen sich ab sofort mit einer individuellen, kontaktstatusabhängigen Sperrfrist
versehen, nach deren Ablauf sie wieder automatisch vom System gezogen werden können und damit quasi
in ihrem Projekt einen neuen Bearbeitungszyklus beginnen. In jedem neuen Zyklus durchläuft die Adresse
daher ihren Abarbeitungsprozeß aufs Neue, also von "frei" über "Anwahlversuch" oder "Wiedervorlage" bis
hin zu ihrer Erledigung als Brutto- oder Nettokontakt. Auf der Clientseite gibt es deshalb bei der
Bearbeitung einer solchen Adresse im Prinzip auch keinen Unterschied zu einer Adresse ohne zyklische
Bearbeitung.
Durch diesen neuen Mechanismus können aber nun zur gleichen Adresse mehrere Einträge in der
Abarbeitungsliste entstehen. Der jeweils aktuelle ist dabei immer derjenige mit der höchsten Zyklusnummer.
Bei der "zyklischen Bearbeitung" sind zwei verschiedene Arbeitsweisen möglich:
a) Paketweise zyklische Bearbeitung immer wieder gleicher Adreßbestände
Ein Paket von Adressen ist in einem fest definierten Zeitraum zu bearbeiten. Am Ende dieses Zeitraums
sollen alle Adressen einen Abschlußstatus erhalten und deren Bearbeitung ab diesem Moment in einem neuen
Zyklus wieder von vorn beginnen. In WINcontact 32 erreicht man das ab sofort, indem man einen "Zyklusabschluß" für das
gesamte Projekt durchführt.
Analog der bereits bekannten Funktion "Projektabschluß" werden dabei alle noch offenen
Adressen in der Abarbeitungsliste auf "Erledigt" gesetzt. Zusätzlich dazu wird außerdem aber zu jeder Adresse noch ein
neuer "freier" Eintrag in der Abarbeitungsliste generiert.
Auf diese Weise beginnt für den gesamten, in der Abarbeitungsliste
vorhandenen Adreßbestand, ein neuer Abarbeitungszyklus.
Dieser Modus wird in WINcontact 32 als "paketweise zyklische Bearbeitung" bezeichnet.
Typische Anwendungsfälle sind periodisch durchzuführende Umfragen unter einem genau definierten festen Personenkreis,
wie sie in der Marktforschung häufig vorkommen.
b) Zyklische Bearbeitung von Adressen in Abhängigkeit vom Kontaktstatus
In einem Projekt sollen immer wieder die gleichen Adressen kontaktiert werden, aber im Gegensatz zur
"paketweisen zyklischen Bearbeitung" erfolgt der Abschluß eines Zyklus bei jeder Adresse individuell
anhand ihres Erledigt-Status. Die Sperrfrist bis zum Start des nächsten Zyklus ist dabei in Abhängigkeit
des Kontaktstatus frei konfigurierbar.
Dadurch kann sich innerhalb eines derartigen Projektes die Anzahl
der schon durchlaufenen Zyklen pro Adresse unterscheiden.
Ein typisches Beispiel dafür ist der Annoncenverkauf für einen Zeitschriftenverlag.
Bei beiden Arbeitsweisen ist das Ergebnis das Gleiche. Die Abarbeitungsliste eines derartig konfigurierten
Outbound-Projektes kann nun mehrere Einträge zu einer Adresse enthalten. Sie unterscheiden sich dabei lediglich
in ihrer Zyklusnummer und enthalten pro Zyklus auch einen separaten Eintrag im Fragenkatalog. Zu beachten
ist jedoch, daß nur der jeweils letzte Zyklus einer Adresse im Projekt auch bearbeitet werden kann.
Alle älteren Zyklen stehen lediglich noch für Auswertezwecke zur Verfügung.
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