1. ALG-Clientfilter

Bei bestimmten Aufgabenstellungen ist es wünschenswert, wenn der Callagent aus einem Adreßpool selbständig Adressen nach vorher festgelegten Kriterien aussuchen darf, um sie dann telefonisch zu kontaktieren. Ursprünglich war diese Funktion kein Bestandteil von WINcontact 32 und der Callagent konnte mit seinem Clientprogramm nur die Adressen bearbeiten, die er automatisch aus einem allgemeinen Pool (der Abarbeitungsliste) gezogen hat oder die ihm vom Administrator explizit zugewiesen wurden. Im letzteren Fall spricht man von personalisierten Adressen.

Filterdialog im Client

Die Verwendung eines ALG-Clientfilters stellt sich auf der Seite des Callagenten in der folgenden Weise dar:

Beim Starten eines Projektes wird ein Dialogfenster aufgeblendet, welches Filterkriterien in Form von Parameter-Eingabefeldern bereitstellt. Darin muß der Callagent seine konkreten Auswahlkriterien festlegen, in dem er sie in die entsprechenden Felder einträgt oder aus vorgegebenen Auswahllisten auswählt. Solche Parameterfenster könnten z.B. folgendermaßen aussehen:

Die Parameterwerte "Berlin" und "Alexanderstr." wählt der Callagent selbst aus, das Aussehen des Filterdialogs legt dagegen der Supervisor im Administration-Center fest. Nach Anwendung des Filters zieht in diesem Beispiel das WINcontact 32-Clientprogramm nur noch Adressen mit den Merkmalen [Ort="Berlin" und Straße = "Alexanderstraße"] aus der Projektabarbeitungsliste. Zu diesem Zeitpunkt anliegende Wiedervorlagen werden dabei selbstverständlich nicht ausgefiltert.

Im zweiten Beispieldialog wird ein Filter gesetzt, der aus der Abarbeitungsliste nur freie Adressen selektiert, für die mindestens eine E-Mailadresse in den Stammdaten erfaßt ist.

Voraussetzung dafür, daß solch ein Filter auch wie gewünscht funktioniert, ist, daß es in der Abarbeitungsliste des entsprechenden Projektes auch wirklich noch freie Adreßeinträge gibt, die den eingegebenen Filterkriterien entsprechen. Andernfalls bekommt der Callagent einen Hinweis aufgeblendet, so daß er statt dessen

  1. eine andere Parametrisierung wählt (im obigen Beispiel z.B. eine andere Straße)
  2. einen anderen Filter auswählt (wenn vorhanden)
  3. im "Normalmodus" des Clients weiter arbeitet
  4. das Projekt beendet
Befindet sich das Clientprogramm in einem für "ALG-Clientfilter" konfigurierten Projekt, kann der Callagent jederzeit die Filterparameter oder den Filter selbst ändern, in dem er den Filterdialog über den entsprechenden Button in der Toolleiste aufblendet.

ALG-Filterskript-Editor

Die Erstellung und anschließende Freigabe von ALG-Clientfiltern erfolgt im Modus "Bearbeitung" des Projektes im Administration-Center auf der Seite "Adressenzuweisung". Erstellt wird ein ALG-Clientfilter mit Hilfe eines speziellen Editors. Er ist in der linken Tabellenansicht "Abarbeitungsliste" über einen neuen Toolbutton ("zusätzlichen Clientfilter definieren") erreichbar.

Mit Hilfe dieses Editors lassen sich sehr leicht beliebige Filterdialoge zusammenstellen und unter einem eindeutigen Namen in der WINcontact 32-Datenbank speichern. Das geschieht auf die Weise, daß man auf der linken Seite Parameter (oder ganze bereits vordefinierte Parameterblöcke) auswählt und anschließend in das Parameterfenster übernimmt. Auf der rechten Seite, dem Parameterteil, werden diese dann gesammelt und können dort umbenannt, umsortiert und mit Vorgabelisten versehen werden. Als Vorgaben können u.a. Wortlisten, Ergebnisse von SQL-Abfragen, aber auch Datums-, Zahlen- und PLZ-Bereiche Verwendung finden.

Das im oberen Screenshot gezeigte Beispielskript führt zu folgenden Dialogfenster im Clientprogramm:

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